wpd reicht Verfassungsbeschwerde ein

Der Bremer Projektierer und Betreiber von Windparks wpd hat beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Verfassungesbeschwerde gegen die Bestimmungen des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) eingereicht. Im Zentrum der Beschwerde steht der 2013 vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie genehmigte Nordsee-Windpark „Kaikas“, der nach wpd-Angaben als einziges genehmigtes deutsches Offshore-Projekt durch das WindSeeG von zukünftigen Ausschreibungen ausgeschlossen wird. Das Unternehmen sieht darin einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz, die Berufs- und die Eigentumsfreiheit (Grundgesetz-Artikel 3, 12 und 14). Man habe über Jahre auf die damals gültige Gesetzeslage vertraut, die Entwickler mit vielen Anreizen zur Projektentwicklung angehalten habe, sagt Achim Berge Olsen, Geschäftsführer der wpd offshore GmbH. „Um die behördlichen Anforderungen zu erfüllen, haben wir einen bedeutenden zweistelligen Millionenbetrag investiert, um dann kurz vor Umsetzung durch einen Systemwechsel alle Möglichkeiten zur Realisierung wieder zu verlieren. Schlimmer kann man mit Investoren nicht umgehen und deutlicher kann man Investitionssicherheit nicht untergraben.“
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„Nordsee One“: Alle Turbinen installiert

Im Offshore-Windpark „Nordsee One“ ist jetzt die letzte von insgesamt 54 Turbinen installiert worden: Das teilen die beiden Projekteigentümer Northland Power (85 %) und RWE-Tochter Innogy (15 %) mit. Fast alle Anlagen würden bereits im Probebetrieb grünen Strom ins Netz einspeisen, heißt es in einer Mitteilung. Die kommerzielle Inbetriebnahme des 332-Megawatt-Windparks ist demnach bis Ende 2017 geplant.
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Paukenschlag bei erster Offshore-Auktion

Mit sinkenden Preisen hatte die Branche gerechnet, aber das hatte wohl niemand erwartet: Bei der ersten deutschen Auktion für die Vergütung von Offshore-Windparks hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) gleich drei Gebote von 0,00 ct/kWh bezuschlagt. Der Energieversorger EnBW geht davon aus, dass er sein 900-Megawatt-Projekt „He Dreiht“ komplett subventionslos umsetzen und betreiben kann. Gleiches gilt für die beiden Nordsee-Windparks „OWP West“ (240 MW) und „Borkum Riffgrund West 2“ (240 MW) des dänischen Energiekonzerns Dong Energy, der mit einem Gebot von 6,00 ct/kWh für das Projekt „Gode Wind 3“ (110 MW) darüber hinaus auch den vierten von insgesamt vier Zuschlägen bei der Premieren-Ausschreibung erhalten hat. Damit werden weltweit erstmals Meereswindparks ohne staatliche Förderung gebaut.
„Unser Gebot zeigt, dass die Marktintegration der Offshore-Technologie bis Mitte des nächsten Jahrzehnts möglich ist und Offshore-Wind wesentlich dazu beitragen kann, dass Deutschland seine energie- und klimapolitischen Ziele erfüllt“, betonte EnBW-Vorstandsvorsitzender Frank Mastiaux bei der Bekanntgabe des Auktionsergebnisses. Mit einer geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2025 werde das Projekt von der rasch fortschreitenden Technologieentwicklung und weiterer Professionalisierung in der Windenergiebranche profitieren. Darüber hinaus ergäben sich wichtige Synergie- und damit Kostensenkungseffekte durch die räumliche Nähe zu zwei weiteren EnBW-Windparks in der Nordsee, „Hohe See“ und „Albatros“.
Dong Energy hatte sich nach eigenen Angaben mit sechs Projekten an der ersten Ausschreibungsrunde beteiligt. Vorbehaltlich der finalen Investitionsentscheidung ist die Fertigstellung der drei nun bezuschlagten Windparks für 2024 geplant. Bei der Preiskalkulation ist das Unternehmen unter anderem von deutlich größeren Turbinen ausgegangen, die laut Dong bis dahin über eine Leistung von bis zu 15 MW pro Anlage verfügen könnten.
Die BNetzA hat damit bei einem durchschnittlichen Zuschlagswert von 0,44 ct/kWh eine Gesamtkapazität von 1490 MW vergeben. Ausgeschrieben waren 1550 MW. Bei der nächsten Auktion im kommenden Jahr wird das Ausschreibungsvolumen dann 1610 MW betragen, mindestens 500 MW davon müssen laut Windenergie-auf-See-Gesetz auf die Ostsee entfallen. „Das Ausschreibungsverfahren hat demnach mittel- und langfristige Kostensenkungspotentiale freigesetzt, die zu einer in diesem Umfang nicht erwarteten Senkung der Förderung führen werden“, kommentierte BNetzA-Präsident Jochen Homann. „Es ist allerdings offen, ob sich so niedrige Zuschlagswerte in der nächsten Ausschreibung wiederholen werden.“
Pressemitteilung EnBW
Pressemitteilung Dong Energy
Pressemitteilung Bundesnetzagentur

„Sandbank“ produziert den ersten Strom

Der Offshore-Windpark „Sandbank“, der derzeit rund 90 Kilometer westlich von Sylt entsteht, hat seinen ersten Strom ins Netz eingespeist. Wie die beiden Betreiber Vattenfall und Stadtwerke München (SWM) mitteilen, sollen die insgesamt 72 Windkraftanlagen mit einer Leistung von jeweils vier Megawatt nun sukzessive in Betrieb genommen werden und voraussichtlich im Frühjahr 2017 komplett am Netz sein. Bisher sind demnach 21 Turbinen installiert. „Die Inbetriebnahmearbeiten zeigen, dass es möglich ist, innerhalb kurzer Zeit nach Errichtung einer Turbine mit der Stromproduktion beginnen zu können“, sagt Hergen Stolle, zuständiger Teilprojektleiter für die Windenergieanlagen bei Vattenfall.
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Dong Energy baut „Borkum Riffgrund 2“

Der dänische Energiekonzern Dong Energy hat entschieden, den Nordsee-Windpark „Borkum Riffgrund 2“ zu bauen. Er soll in direkter Nähe zu „Borkum Riffgrund 1“ entstehen und mit 56 Turbinen der 8-MW-Klasse von MHI Vestas eine Gesamtleistung von rund 450 Megawatt haben. Die Inbetriebnahme ist für die erste Jahreshälfte 2019 geplant.
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TenneT nimmt „DolWin 2“ vom Strom

Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat die Offshore-Netzanbindung „DolWin 2“ in der Nordsee vom Strom genommen: Eine Kabelkomponente des Systems sei während des Testbetriebs mehrfach ausgefallen, teilt das Unternehmen mit. Man habe Hersteller ABB aufgefordert, die Mängel zu beheben. Erst nach Abschluss dieser Nacharbeiten könne die Vorbereitung auf den Abnahmeverlauf fortgesetzt werden. Über den Netzanschluss „DolWin 2“ soll der Strom aus den Offshore-Windparks „Gode Wind 1“ und „Gode Wind 2“ an Land übertragen werden.
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Adwen entwickelt längstes Rotorblatt der Welt

Offshore-Windkraftanlagenproduzent Adwen und Rotorblatthersteller LM Wind Power haben das nach eigenen Angaben längste Rotorblatt der Welt entwickelt. Ein Prototyp des 88,4 Meter langen Blatts ist im dänischen Lunderskov fertiggestellt worden und soll nun in einem Prüfstand in Aalborg ausgiebigen Tests unterzogen werden. Die Komponente ist speziell für die neue Offshore-Turbine AD 8-180 von Adwen entwickelt worden, die eine Nennleistung von acht Megawatt und einen Rotordurchmesser von 180 Metern aufweist.
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Siemens und Gamesa schließen ihre Windgeschäfte zusammen

Mehrere Monate hatten sie verhandelt, jetzt teilen Siemens Wind Power und Gamesa mit: Die beiden Unternehmen wollen fusionieren und als ein weltweit führender Windkraftanlagen-Anbieter ihre Marktposition weiter stärken. Demnach wird Siemens 59 Prozent der Anteile an dem kombinierten Unternehmen besitzen, die bestehenden Aktionäre von Gamesa halten 41 Prozent und bekommen von Siemens eine Barzahlung in Höhe von 3,75 Eurp pro Aktie. Der Hauptsitz und die Zentrale für das Onshore-Geschäft sollen in Spanien sein, Zentralen für das Offshore-Geschäft werden in Deutschland und Dänemark angesiedelt sein. Perspektivisch erwarten Siemens und Gamesa von dem Deal nach eigenen Angaben Synergien in Höhe von 230 Millionen Euro pro Jahr. Für Diskussionsstoff hatte in den vergangenen Monaten die Frage gesorgt, wie mit dem Offshore-Turbinenproduzenten Adwen, einem Joint Venture zwischen Gamesa und dem französischen Energiekonzern Areva, umzugehen sei. Die nun präsentierte Lösung: Areva soll selbst entscheiden können, ob man den Anteil von Gamesa an Adwen übernehmen oder das gesamte Unternehmen weiterverkaufen will.
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Adwen testet neue Acht-Megawatt-Turbine AD 8-180

Der Bremerhavener Offshore-Turbinen-Produzent Adwen erreicht bei der Entwicklung seiner neuen Acht-Megawatt-Anlage eine neue Phase: Die Tests im Dynamic Nacelle Testing Laboratory (DyNaLab) des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik haben begonnen, wie das Unternehmen mitteilt. Der bis Ende des Jahres angesetzte Validierungsprozess im Prüfstand umfasst demnach mechanische und elektrische Tests von Triebstrang und primären Turmkomponenten. Adwen will damit die Dauer des Feldtests verkürzen und den Zertifizierungsprozess für die neue AD 8-180 beschleunigen. Ende dieses Jahres soll dann in Bremerhaven ein Prototyp der Anlage errichtet werden.
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Erster Monopile für „Nordergründe“ steht

Die Bremer wpd AG hat mit dem Bau des Nordsee-Windparks „Nordergründe“ begonnen. Am Abend des 3. Mai sei der erste Monopile in den Boden gerammt worden, teilt das Unternehmen mit. Der 111-Megawatt-Windpark entsteht innerhalb der 12-Seemeilen-Zone und liegt 15 Kilometer nordöstlich von Wangerooge. Seine Inbetriebnahme ist für Ende dieses Jahres geplant.
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Eon will bis 2019 den Ostsee-Windpark „Arkona“ bauen

Eon hat die Investitionsentscheidung für den Bau des Offshore-Windparks „Arkona“ in der Ostsee getroffen. Wie der Konzern mitteilt, soll der Windpark mit einer Leistung von 385 Megawatt im Jahr 2019 vollständig in Betrieb sein. Das Investitionsvolumen beträgt demnach mehr als 1,2 Milliarden Euro. Als Projektpartner ist der norwegische Energiekonzern Statoil mit an Bord, der einen Anteil in Höhe von 50 Prozent übernimmt. Eon wird nach eigenen Angaben den Bau und Betrieb von „Arkona“ verantworten.
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„Nordsee One“: Alle 54 Fundamente stehen

Die Fundamente-Intallation im Offshore-Windpark „Nordsee One“ ist abgeschlossen. Wie RWE mitteilt, hat das Installationsteam die Errichtung der 54 Monopiles sechs Wochen früher als ursprünglich geplant fertiggestellt. Die Installation der Turbinen soll Anfang 2017 beginnen, die Inbetriebnahme des 332-Megawatt-Windparks ist ebenfalls noch für das kommende Jahr vorgesehen. RWE ist mit 15 Prozent an dem Projekt in der deutschen Nordsee beteiligt, 85 Prozent der Anteile hält der kanadische Stromproduzent Northland Power.
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