BSH erteilt 30. Genehmigung: Offshore-Windpark „Kaikas“ darf gebaut werden

Mit dem Meereswindpark „Kaikas“ darf ein weiteres Offshore-Vorhaben in der Nordsee umgesetzt werden. Wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mitteilt, sollen auf einer Fläche von 65 Quadratkilometern 83 Windenergieanlagen errichtet werden. Der neue Windpark entsteht nordwestlich der bereits genehmigten Projekte „Global Tech 1“ (derzeit im Bau), „Albatros“ und „EnBW Hohe See“. Das BSH hat damit seine insgesamt 30. Genehmigung für Offshore-Windparks in der deutschen Nord- und Ostsee erteilt.
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Offshore-Windindustrie will Kosten um bis zu 40 Prozent senken

Wo und wie kann beim Bau und Betrieb von Offshore-Windparks in Zukunft gespart werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der diesjährigen Fachkonferenz „Windforce“ in Bremerhaven, an der rund 800 Branchenvertreter teilnahmen. An drei Tagen sprachen internationale Experten in rund 60 Vorträgen über Möglichkeiten der Kostenreduzierung, aber auch über Themen wie Netzanbindung, Finanzierung, Transport und Logistik.

Windforce 2013 in Bremerhaven

„Windforce 2013“ in Bremerhaven

In der öffentlichen Wahrnehmung ist zuletzt der Eindruck entstanden, dass die Offshore-Windenergie ein Kostentreiber sei und zu einem guten Teil für die steigenden Stromkosten verantwortlich gemacht werden könne. Dem widersprach Ronny Meyer, Geschäftsführer der veranstaltenden Windenergie-Agentur WAB, in seiner Eröffnungsrede vehement. Obwohl die Lernkurve gerade erst begonnen habe, liege Offshore-Windenergie preislich schon jetzt im Mittelfeld der erneuerbaren Energien. Leider hänge ihr immer wieder die Aussage nach, dass sie 19 Cent pro Kilowattstunde koste: Diese Vergütung werde allerdings nur im optionalen Stauchungsmodell und dann auch nur für acht Jahre gezahlt. Für den restlichen Förderzeitraum von zwölf Jahren falle die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantierte Einspeisevergütung auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde zurück. „Auf die gesamte Förderdauer von 20 Jahren gerechnet beträgt die Vergütung für Offshore-Windenergie durchschnittlich 10 Cent pro Kilowattstunde“, so Meyer. „Das ist weniger als zum Beispiel für Photovoltaik.“ Künftig solle die Stromerzeugung durch Meereswindparks noch günstiger werden: Die Branche arbeite bereits daran, Wege zur Steigerung der Effizienz und zur Senkung der Kosten zu finden sowie Einsparpotenziale in der Produktionskette zu heben. Im Verlauf der Konferenz war zu hören, dass für die nächsten Jahre Kostenreduzierungen von bis zu 40 Prozent für möglich gehalten werden. Dies sei allerdings nur dann machbar, wenn die begonnene Entwicklung fortgeführt und in weitere Projekte investiert werde, machten verschiedene Redner deutlich. Die Branche wiederholte in diesem Zusammenhang ihre Forderung an die Politik, nun rasch die verloren gegangene Investitions- und Planungssicherheit wiederherzustellen.

Ein ausführlicher Bericht über die „Windforce 2013“ ist in der Juli-Ausgabe der „Hansa“ (International Maritime Journal) auf den Seiten 46 bis 48 zu lesen.